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Podcasts überall: Wie du Apple Podcasts, Spotify und YouTube wieder an einem Ort hörst und schaust

Früher war ein Podcast eine MP3-Datei in einem RSS-Feed, und jede App konnte ihn abspielen. Heute läuft dein Lieblingstalk als Video auf YouTube, der Wissenspodcast in der Podcast-App und die Comedy-Show irgendwo dazwischen.

Claude Flaig 3 Min. Lesezeit

Laptop, Tablet, Smartphones und Kopfhörer verstreut auf einem Couchtisch – Podcasts auf vielen Geräten und Apps
Menschen schauen monatlich Podcasts auf YouTube (YouTube, 2025)
1 Mrd.+
der Menschen ab 16 in Deutschland hören zumindest gelegentlich Podcasts (Bitkom, 2025)
49 %
der unter 30-jährigen Podcast-Hörer:innen schauen auch Video-Podcasts (Online-Audio-Monitor 2025)
60 %

Wie Podcasts so verstreut wurden

YouTube ist zur größten Podcast-Plattform geworden

Anfang 2025 meldete YouTube, dass monatlich über eine Milliarde Menschen Podcasts auf der Plattform schauen. In den USA ist YouTube laut Edison Research inzwischen die meistgenutzte Podcast-Plattform, vor Spotify und Apple Podcasts. Viele neue Shows starten gar nicht mehr als Audio, sondern als Video mit zwei Mikrofonen im Bild.

Spotify setzt auf Video und Exklusives

Spotify hat Video-Podcasts massiv ausgebaut: Laut Spotify haben über 390 Millionen Nutzer:innen schon einen Video-Podcast gestreamt, und es gibt fast 500.000 Video-Shows. Dazu kommen Shows, die zeitweise oder dauerhaft exklusiv bei Spotify laufen – in Deutschland bekannt etwa durch Fest & Flauschig.

Und der Rest bleibt beim offenen RSS-Feed

Die große Mehrheit der Podcasts erscheint aber weiterhin ganz klassisch per RSS-Feed – abrufbar in Apple Podcasts, Overcast, Pocket Casts und jeder anderen Podcast-App. Auch in Deutschland bleibt Audio der Normalfall, Video wächst vor allem bei Jüngeren: Laut Online-Audio-Monitor 2025 schauen 4 von 10 regelmäßigen Podcast-Hörer:innen auch Video-Podcasts, bei den unter 30-Jährigen sind es 60 Prozent.

Was das für dich als Hörer:in bedeutet

  • Drei Apps für eine Gewohnheit. Podcast-App für die meisten Shows, YouTube für die Video-Talks, Spotify für Exklusives.
  • Keine gemeinsame Übersicht. Was ist diese Woche neu? Das musst du in jeder App einzeln nachsehen.
  • Keine gemeinsame Warteschlange. Erst die Folge aus der Podcast-App, dann das YouTube-Interview, dann Musik – das geht nur mit ständigem App-Wechsel.
  • Unterschiedliche Fortschritte. Jede App merkt sich ihre Position für sich, wenn überhaupt.

So holst du deine Podcasts wieder zusammen

1. Prüfe, ob es einen offenen Feed gibt

Viele Shows, die du von YouTube oder Spotify kennst, haben zusätzlich einen normalen RSS-Feed. Einfach in Apple Podcasts nach dem Namen suchen: Was dort auftaucht, funktioniert in jeder Podcast-App – oft sogar als Video-Feed.

2. Behandle YouTube-Shows wie Podcasts

Gibt es eine Show nur auf YouTube, folge dem Kanal statt dich von der Startseite treiben zu lassen. Wie das ohne Empfehlungsstrudel geht, steht in YouTube ohne Algorithmus.

3. Akzeptiere, was exklusiv bleibt

Wirklich exklusive Spotify-Shows lassen sich nur in Spotify hören, weil Spotify keine offene Schnittstelle für andere Player anbietet. Das ist ehrlicherweise die eine Lücke, die keine Drittanbieter-App schließen kann.

4. Nutze eine App, die Audio und Video mischt

Der eigentliche Gewinn kommt, wenn alles in derselben Inbox landet: neue Folgen per RSS, neue Videos deiner YouTube-Kanäle, dazu neue Alben und Hörspielfolgen von Apple Music. Genau dafür ist zentr gebaut.

Wie zentr Podcasts behandelt

  • Audio- und Video-Podcasts per RSS-Feed, mit Suche über das Apple-Podcast-Verzeichnis, privaten Feed-Links und OPML-Import für den Umzug aus einer anderen App.
  • YouTube-Kanäle als Quelle, direkt neben deinen Podcasts.
  • Eine Inbox für alles, was neu ist – Podcasts, Videos, Musik und Hörspiele.
  • Eine Warteschlange, in die du per Drag & Drop mischst: Podcast, dann Album, dann Hörspiel.
  • Wiedergabegeschwindigkeit, Kapitel, Auto-Play und Offline-Downloads, wie man es von einer guten Podcast-App erwartet.

Wie sich zentr gegen Apple Podcasts, Overcast, Pocket Casts und Castro schlägt – inklusive der Punkte, bei denen andere besser sind –, steht in unserem Podcast-Player-Vergleich.

Quellen

  1. YouTube Blog: 1 billion monthly podcast users (26.02.2025)
  2. SSRS / Edison Research: Top 10 Findings of 2025 (12.12.2025)
  3. TechCrunch: Spotify lowers monetization threshold for video podcasts (07.01.2026)
  4. Bitkom: Die beliebtesten Podcast-Themen 2025
  5. retail-news: Online-Audio-Monitor 2025